Abschied von hier

 

 

 

Abschied

 


Die ersten Sonnenstrahlen brachen sich durch die unendliche dunkle Weite der Nacht. Im Westen stand noch der Mond, umzingelt von tausenden Silbertränen.
Es war kalt, bitterkalt.
Sie hatte ihre fest um den Oberkörper geschlungen, ihre Finger konnte sie kaum noch bewegen und ihr langes schwarzes Haar streichelte sie sanft. Die einzigste Zärtlichkeit, die sie seit langem verspürt hatte.
Auch die Natur um sie her schien zu frieren. Über dem Grün der Halme hatten sich weiße Kristalle gebildet, in ihnen brachen sich die wenigen Sonnenstrahlen.
Ihr dunkelroter Lippenstift war so gut wie abgekaut, darunter kamen bereits blauangelaufende Lippen zum Vorschein. Sie zitterte am ganzen Leib.
Nur der Fluss unter ihr lebte. Leise plätscherte er vor sich hin, brach sich an den Eisschollen und den mächtigen Steinen.
Und irgendwo in der Ferne sang eine Krähe ihr schauriges Lied.
Eine schwarze Träne fiel auf das Brückengeländer, zersprang und gefror, noch bevor sie wieder auf dem kalten Stein aufkam. Auf ihrem Gesicht war ein feiner schwarzer Bach entstanden, der sich von ihren glasblauen Augen den Weg über ihre Wangen bis zum Kinn bahnte.
Ihr Blick schweifte zum Horizont und blieb an einer Häusersiedlung, durch Straßenlaternen schwach beleuchtet, hängen. Schellborn. Ihr Heimatdorf, das Dorf ihres Leidens, der letzten siebzehn Jahre.
Ihr Blut schien bei dem Anblick von Schellborn zu gefrieren. Sie wandte den Blick zum Himmel hinauf. Eine Sternschnuppe genoss ihren letzten Flug uns stürzte auf die Erde nieder, wie ein fallender Engel.
Ihr SChweif zog einen langen Brand hinter ihr her, ein brennender Komet.
Doch was sollte sie sich wünschen? Ihr Leben schien keinen Sinn mehr zu haben, sie konnte sich auf nichts mehr freuen - außer auf ihren Tod.
Und aufeinmal stürzte sich Mary-Lou in den Fluss. Ihr langes schlang sich um ihren Körper, eine letzte Umarmung, das schwarze Samtkleid zog sie Richtung Wasser. Ein lauter Schrei erfüllte die luft des frühen Morgens, doch würde ihn niemand hören. Mit einem dumpfen Plätschern durchschlug Mary-Lou die Wasseroberfläche.
Langsam sank ihr lebloser Körper auf den Grund des Flusses. Ihr schwarzes Haar schwebte durch die Strömung, es schillerte grünlich. Algen schienen sie fesseln zu wollen, begrapschten, hielten sie, streckten ihre Klauen nach ihr aus. Mit einem Mal zersprang ihr weißes Porzellangesicht an einem schwarzen Stein und zerbrach in tausend Scherben.
Lavinia hatte sich aus ihrer Starre gelöst. Sie stützte sich mit den Händen auf dem Brückengeländer, ihr Oberkörper streckte sich über das verschlingende Wasser. Aus dem schwarzen Bach war ein reißender Strom geworden.
Sie hatte die letzte schöne Erinnerung verloren, die Erinnerung an ihre verstorbene Mutter, an ihre friedliche Kindheit, Tage voller Glück.

 

 

So, was will ich euch mitteilen, ich werde diese Blogadresse aufgeben...

....aber keine Sorge, für ne neue is schon gesorgt.

Ich findet mich absofort bei myspace und zwar unter der Adresse:

www.myspace.com/mondschattenrose

 

Ich hoffe ihr lasst euch da mal blicken *gg*

 

 

Mfg,

Neala

2 Kommentare 1.5.07 13:42, kommentieren

Schwarzsehen


 

Schwarz

Die Hoffnung friert,
die Hoffnung stirbt,
ein Schritt weiter,
immer steiler,
das Ziel so fern,
nur schwarzer Schmerz.
Ich sehe Schwarz,
verbranntes Gras.

Die Sicht verklärt,
die Sicht versperrt,
naher Horizont,
Dunst an der Front,
kein Sonnenstrahl,
nur schwarzer Stahl.
Ich sehe Schwarz,
durch schwarzes Glas.

Ich sehe Schwarz.
Ich sehe Schwarz.
Schwarz, schwarz - schwarz!

Raben am Brett,
Raben am Bett,
Ende so nah,
der Tod schon da,
kein Leben mehr,
nur schwarzes Meer.
Ich sehe Schwarz,
mein dunkles Grab.

Ich sehe Schwarz.
Ich sehe Schwarz.
Schwarz, schwarz - schwarz!

 

Schwarzsehen! Wie oft sehen wir Menschen schwarz? Nie? Selten? Nein, ständig, auch wenn es sich die meisten nicht eingestehen wollen.
Häufig sehen wir keinen, scheinen vor die Wand zu rennen, vor dem nächsten Zug zu landen. Meist sind es Kleinigkeiten, doch manchmal gibt es auch andere Ursachen.
Manchmal verlieren wir die Hoffnung, jeder Schritt Richtung Ziel, den wir machen, wird zur Höllenqual, jeder Weg scheint zu steil und unendlich weit und jeder fröhlicher Sonnenstrahl wird zum lästigen Parasiten. Dann sehen wir schwarz. Abbruch, kein weiterer Schritt, alle Hoffnung ist verschwunden,  das grüne Gras wurde zur schwarzen Wüste.
Manchmal verklärt sich unserer Blick, wir sehen die Welt durch einen Schleier, durch verkohltes Glas. Alles was einst so schön war, die "heile" Welt wird dunkel und man kommt an in der Wirklichkeit, in der Wahrheit, die man nicht wahrhaben will. Man fängt an zu leiden, zu weinen und sterben zu wollen...
...manchmal nimmt man dann das Messer in die Hand, stürzt sich von der nächsten Brücke, rennt vor die Wand oder landet vor dem nächsten Zug und dann...
...wacht man manchmal auf und sieht schwarz, weil die Erde über einen die Sicht versperrt. Dann waren die Raben da und der Tod hat einen geholt.

 

 

2 Kommentare 13.3.07 14:51, kommentieren

FREIHEIT

 

Frei sein bedeutet anders sein

 

Frei sein
bedeutet allein sein,
anderer Meinung sein,
laut sein,
von Kämpfernatur sein,
über den Wolken fliegen,
alles in die Welt hinausschrein,
sich nirgendswo in Sicherheit wiegen,
gegen Unterdrücker kriegen,
die Flügel ausbreiten,
die Fesseln besiegen,
auf weißen Rössern reiten,
kämpfen gegen böse Seiten,
unter niemanden leiden,
niemanden gehorchen,
sich Kummer bereiten,
sein von anderen Sorten,
schlechtes Gewissen morden,
ein Träumer sein.
Mit anderen Worten
bedeutet frei sein
anders sein.

 

Ja, all dies bedeuted frei sein, ohne zu kämpfen geht es nicht und ohne Träume kann man nicht kämpfen, weil einem das Ziel und die Kraft fehlt.

Aber leider bedeuted frei sein eben auch leiden, manchmal ist man allein und die anderen können einem das Leben zur Hölle machen. Aber, wer stark ist, kann auch dies überstehen und weiterkämpfen.

Ein Beispiel für Freiheit lieferte Uschi Obermeier, sie lebte ihr Leben so, wie sie es wollte, in Freiheit, sie hat das gemacht, was sie wollte. Durch einen Modelshop befreite sie sich aus ihr Heimatdorf, einem Vorort von München. Bei ihrer Flucht traf sie auf Hippies und gelangte so zur Kommune 1. Später zog es sie nach Hamburg, wo sie mit Bockhorn, dem Prinzen des Kietz, zusammen war. Zwischendurch ging sie mit den Rolling Stones auf USA-Tournee, während der sie eine Beziehung mit dem Gitarristen Kees hatte. Mit Bockhorn reiste sie dann nach Indien, dort heirateten sie, sie wurde schwanger, verlor ihr Kind aber nach kurzer Zeit. 1983 am Strand von Mexiko verlor sie in nur einer Nacht die zwei wichtigsten Männer in ihrem Leben, Kees, der heiraten wollte, und Bockhorn, der mir seinem Motorrad gegen einen Laster knallte. Zu sehen ist Uschi Obermeiers Leben momentan in dem Kinofilm "Das wilde Leben", den ich wirklich nur empfehlen kann.

Aber an diesem Beispiel kann man sehen, dass Freiheit sowohl schön als auch hässliche Seiten hat, aber diese nimmt man in Kauf, denn die Freiheit ist es wert.

Jeder Mensch sollte seine Freiheit haben, gegen den Strom schwimmen und gegen den Kommerzwahn entscheiden, man lebt nur einmal und sollte wirklich sein Leben in vollen Stücken genießen und es nicht an den neusten Schrei der Mode verschwenden, denn dies ist pure Selbstzerstörung.

2 Kommentare 8.2.07 21:02, kommentieren

Darf ich vorstellen, mein Leben...Fallsucht

Ich falle
 
Ich falle tief,
ich falle lang,
falle aus dem Rahmen,
aus den Wolken,
ins Gewicht.

Falle ich
in deinen Schoß,
lande ich weich,
lande ich gut,
denn du fängst
mich auf.

Falle ich
dir in den Rücken,
lande ich falsch,
lande ich böse,
es tut mir leid.

Falle ich
in den Abgrund,
falle ich tief,
falle ich lang.
Aufprall.

Falle ich
auf den Boden der Tatsachen,
lande ich schmerzhaft,
lande ich schwer,
öffne die Augen,
sehe die Wirklichkeit.

Falle ich
auf die Erde,
lande ich hart,
lande ich...
TOT!
 
Manche Menschen sehen mich nur so, wie ich aussehe, mein rotes Haar, die schwarzumrandeten Augen grenzen mich gleich aus, ich bin für sie ein Außenseiter, kein normaler Mensch, eine Schande für die Modewelt. Aber andere sehen mich, als das, was ich wirklich bin, als Mensch, als Freundin, als Kummerkasten, als Verrückte und als Rebellin.
Ich lasse mich nie verändern, denn ich bin, wie ich bin, wenn es einem nicht passt, ist es sein Problem.
Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen, hjatte eine glückliche Kindheit und dann kam der erste Fall, den ich eigtnlich nie begehen wollte, der Fall in den Schatten. Ich wollte immer nur respektiert werden und doch lachte man mich aus, nur weil ich keine Marionette sein wollte, wie es leider zu viele sind. Nach einer Zeit schaffte ich es wieder auszustehen und fiel doch noch so manche Male, manchmal war ich kurz davor von dieser Welt zu fallen, weil ich nicxht mehr wollte und konnte.
Ich falle ständig, heute vorallem aus dem Rahmen, denn ich will eben nicht wie die anderen sein, nicht angepasst, nicht stumm und nicht manipuliert. Ich bin eine Kämpferin, vorallem kämpfe ich um meine Freiheit und mein Glück, wenn mir etwas nich passt, sag ich es auch, wenn es mir auch den ein oder anderen Rückschlag bringt.
 
Mein Leben ist eiine Fallsucht, die nie enden wird, und ich werde noch so manchen mit mir reißen.... 

6 Kommentare 26.1.07 20:59, kommentieren